Wo kaufst du als DJ deine Musik zum Auflegen?


Wo kaufst du als DJ deine Musik zum Auflegen?

„Wo bekommst du als DJ die Musik zum Auflegen?“ ist eine der häufigsten Fragen, die mir gestellt wird.

Dabei war es doch nie leichter an Musik zu kommen, als heute. Im Netz gibt es nahezu unendlich viele DJ-Shops die Musik verkaufen.

Und das Gute am digitalen Vertrieb ist, dass ich nicht mehr darauf warten muss, dass mir der Postbote ein Paket mit Vinyls liefert.

Eventuell sind die Möglichkeiten zu vielfältig und somit zu verwirrend. Du kannst CDs online kaufen, Schallplatten vor Ort kaufen, Schallplatten online kaufen, CDs vor Ort oder gebraucht kaufen, oder MP3s online kaufen bei iTunes, Amazon, Google usw.

Die vier Hauptquellen bei denen ich die meisten Songs kaufe beschreibe ich hier.

Dabei handelt es sich nicht immer um spezielle DJ-Shops.

Denn mittlerweile führen alle großen Musikshops wie iTunes und Amazon den kompletten DJ-Bestand der großen Plattenlabels wie Toolroom, Off-Recordings, Defected, CR2 und Spinnin im Programm. Genau wie früher die Import-Abteilung gut sortierter Drogerie- und Elektronikmärkte.

Amazon

Gerade für Label-Sampler im MP3-Format ist Amazon gut geeignet. Teilweise ist diese Plattform günstiger als iTunes.

Formate: MP3 mit 256 kbit/s, VBR

Sprache des Shops: Deutsch/Englisch

Link:

Amazon.de (Bestseller Musik)

Traxsource

In diesem Online-Shop kaufe ich die meiste Musik für den Houseschuh-Podcast. Traxsource ist sehr gut sortiert, wenn es um Soulful House und Deep House geht.

Melde dich für den Traxsource-Newsletter an, dann bekommst du spezielle Rabatt-Codes zugeschickt. Darüber kannst du mehrmals pro Monat 15 % bis 20 % bei deinem Einkauf sparen. Das lohnt sich gerade für Großeinkäufe.

Format: MP3 mit 320 kbit/s, CBR
WAV-Upgrade kostet 75 US-Cent pro Song, nachträglich möglich
Tipp: Ganz unten auf dieser Seite erkläre ich in einem kurzen Glossar die Abkürzungen kbit/s, kbps, CBR, VBR, MP3, AAC, M4A
Sprache des Shops: Englisch
Link: Traxsource.com

iTunes

Chart-Musik kaufe ich nur über iTunes. Die iTunes-Charts eilen den Verkaufscharts von Media-Control etwas voraus.

Meist kann ich davon ausgehen, dass ein Top-1-Hit in iTunes einige Wochen später in den Charts und der Heavy-Rotation der Radio-Sender landet.

Die Musik-Sampler wie „Toolroom Ibiza“ oder „Defected Most Rated Miami“ bekommst du bei iTunes nachgeschmissen.

Dort bezahlte ich in den letzten Jahren nur ungefähr 6,99 Euro bis 8,99 Euro für die digitale Version der Label-Sampler. Dort sind meist 60 einzelne Songs sowie zwei bis drei 80-Minuten-Mixe aus diesen Liedern enthalten.

Format: M4A-Datei, AAC mit 256 kbit/s, CBR
Keine Upgrade-Option auf WAV oder FLAC
Nach dem Kauf und Download wandle ich alle Musik sofort aus dem M4A-Format in das MP3-Format um und tagge die Lieder neu.
Sprache des Shops: Deutsch/Englisch
Link: iTunes.com

Beatport

Für aggressivere Töne und neue Underground-Songs suche ich bei Beatport, als meine zweite Anlaufstelle.

Beatport lockt die Künstler und Produzenten am liebsten in eine Exklusiv-Vereinbarung. Dafür macht Beatport mehr Werbung für deren Lieder auf der eigenen Plattform. Aber dieser Song darf für einen Zeitraum von 30 Tagen nirgendwo anders angeboten werden.

Ich verstehe, dass sich Künstler auf diesen Deal einlassen, um mehr Lieder zu verkaufen. Schließlich ist Beatport so etwas wie der Marktführer für digitale DJ-Musik. Dennoch hinterlassen diese Exklusiv-Deals einen komischen Eindruck bei mir.

Formate: MP3 mit 320 kbit/s, CBR
WAV/AIFF-Upgrade kostet 0,75 Euro pro Song, nachträglich möglich
Sprache des Shops: Deutsch/Englisch
Link: Beatport.com

Ebay

Bei der Auktionsplattform Ebay habe ich schon ganze Vinyl-Sammlungen ersteigert. Die Musik für 90er-Jahre Motto-Parties bekam ich sehr günstig als Maxi-CDs, von Leuten die ihre CD-Sammlung umgestellt haben.

Das gute daran, wenn du einen Original-Tonträger besitzt, bist du über jede Diskussion erhaben, ob du diese Musik legal erworben hast.

Ich würde dir jedoch dringend davon abraten bei Ebay „gebrauchte“ MP3-Dateien zu kaufen, die nicht auf einer Original-CD oder DVD gespeichert sind. Wenn ich höre, dass jemand 20.000 DJ-Songs verkauft, gehe ich davon aus, dass es sich um Raubkopien handelt.

Formate: Vinyl und CDs, teilweise als Super-Schnäppchen
Sprache des Shops: Deutsch/Englisch
Link: Ebay.de Musik/12″

Weitere Plattenläden, die ich nicht nutze

Neben meinen Lieblingsshops gibt es noch zahlreiche weitere DJ-Plattenläden im Netz, wie zum Beispiel:

Früher war alles besser, oder?

Lange bevor ich als DJ anfing, machte ich es zu einer Routine am Freitagnachmittag durch die Plattenläden in Nürnberg zu streifen.

In den szenigen DJ-Plattenläden wurde ich eigentlich nie fündig, weil die richtig guten Scheiben für bekannte Club-DJs reserviert waren.

Außerdem legte ich hauptsächlich mit CDs auf. Und bei Maxi-CDs war die Auswahl im WOM und Saturn erstaunlich gut. Selbst der Müller-Markt in Erlangen hatte eine gut sortierte Rubrik für Import-Maxi-CDs.

Über Promo-Pools gratis Musik bekommen

Damit ich die besten Lieder der Plattenlabels Edel, Roughtrade und AM:PM (später Defected) so früh wie möglich bekam, meldete ich mich für die DJ-Bemusterung bei allen großen Musikvertrieben an.

Es dauerte einige Jahre, bis ich meine Bewertungen für zwei DJ-Charts einreichen durfte.

Das öffnete die Schleusentore für eine Flut an kostenlosen Promo-Schallplatten. Davon würde ich dir dringend abraten, weil du viel Zeit für deine Kritiken und Bewertungsbögen verwenden musst.

Verwendete Abkürzungen, Bitraten und die Qualitätsdiskussion bei MP3-Dateien

Bitrate in kbit/s, kbps

kbit/s steht für Kilo Bit pro Sekunde und kbps für kilo bit per second, häufiger im englischsprachigen Raum.

In der obigen Liste verwende ich die Maßeinheit kbit/s, um die Bitraten anzugeben. Am wenigsten Kompromisse in Sachen Audioqualität gehst du mit MP3-Dateien mit einer konstanten Bitrate von 320 kbit/s ein, dafür sind die MP3-Dateien auch am größten.

CBR = konstante Bitrate (engl. constant bit rate)

Die gesamte Audiodatei wird mit der gleichen Bitrate in das MP3-Format komprimiert. Typisch sind Werte von 128 kbit/s, 192 kbit/s (fast CD-Qualität), 256 kbit/s, 320 kbit/s.

VBR = variable Bitrate (engl. variable bit rate)

Die erforderliche Bitrate richtet sich nach der Audiodatei, die komprimiert werden soll. Bei Lied-Passagen, die sich einfach komprimieren lassen, wird die Bitrate gesenkt. Und bei komplexeren Songteilen wird die Bitrate soweit erhöht, dass die Tonqualität nicht leidet.

VBR-MP3-Dateien sind also nicht über die gesamte Spielzeit mit 320 kbps codiert, sondern die Bitrate variiert zwischen 128 und 320 kbit/s. Dadurch werden die MP3-Dateien etwas kleiner.

Mein DJ-Mixprogramm Mixmeister kommt damit jedoch nicht zurecht. Vorher muss ich die Lieder also jeweils in die höchste Bitrate 320 kbit/s konvertieren.

MP3

MP3 ist das bekannteste Kodierungsverfahren, um Audiodaten wie Musik zu komprimieren. Als Faustregel gilt, dass die Dateie einer Audio-CD ca. 7 Mal größer ist als eine vergleichbare MP3-Datei. Typische Maxi-Versionen sind als MP3-Datei ca. 15 MB groß.

AAC (Advanced Audio Coding)

Verlustbehaftetes Audio-Komprimierungsverfahren, das zum Beispiel Apple im iTunes-Store verwendet.

Der Rechenaufwand ist geringer, um das abspielbare Audiosignal zu errechnen. Gleichzeitig sind die Dateien kleiner als bei MP3-Dateien. So gelten AAC-Dateien mit einer Bitrate von 224 kbit/s als vergleichbar mit einer Audio-CD.

Apple verwendet die Dateiendung . M4A für die Dateinamen.

WAV/AIFF

Nicht komprimiert gespeichertes Audio-Format für höchste Tonqualität. Die Dateien sind entsprechend groß. Als Faustregel gilt, dass pro Minute Stereo-Audio ungefähr 10 MB anfallen.

FLAC

Verlustfreies Audio-Komprimierungsverfahren, das die Dateigröße merklich schrumpfen lässt, ohne Kompromisse bei der Audio-Qualität machen zu müssen.

Wo kaufst du deine Musik? Schreibe deinen Tipp als Kommentar weiter unten auf dieser Seite.

Inhaltsverzeichnis

  1. Hallo, ich danke dir für diesen Artikel. Jetzt weiß ich zumindest, dass Traxsource auch eine Option ist. Aber es ist illegal Musik von iTunes, Amazon und Co. für den kommerziellen Einsatz (wie bspw. ein DJ, der damit Geld verdient) zu verwenden. Die AGBs von Amazon und iTunes verbieten eben eine kommerzielle Verwendung der Songs. Ich hatte gehofft hier weitere Anbieter für extra DJ-Zwecke zu finden. Beatport kannte ich schon. Aber grade für Chartmusik kenne ich keine legalen Anbieter. Schade.

  1. Hallo,

  2. danke dir für den Hinweis auf die iTunes AGBs. Ich habe nachgesehen und dort steht:„Sie sind berechtigt, die iTunes Produkte nur für den privaten, nicht-gewerblichen Gebrauch zu nutzen.“Quelle:

    http://www.apple.com/legal/internet-services/itunes/de/terms.html

    Übrigens erlauben auch die Terms and Conditions von Beatport nur eine private Nutzung:A „Download“ is a purchased Product that you can (1) transfer to a compatible portable device, (2) save to your hard drive with unlimited playback time, or (3) burn to a CD/DVD, in each case for personal private use only and not for commercial or public use or distribution.Quelle: https://support.beatport.com/hc/en-us/articles/215996708-Terms-and-Conditions

    Traxsource erlaubt die öffentliche Wiedergabe als DJ ausdrücklich:Notwithstanding anything to the contrary stated elsewhere in this Agreement, End-User shall be entitled to publicly perform Downloads as part of End-User’s disc jockeyperformances, if any, provided that End-User shall submit the playlist information for any use of Downloads as part of such disc jockey performances to the relevant performing rights society(ies) as required under applicable laws.Quelle: https://traxsource.com/terms-of-service

    Es ist eine sehr interessante Frage, die nur ein Rechtsanwalt beantworten kann. Ich nehme das Thema mit für mein geplantes Interview im DJKanzel Podcast.

    Für den gewerblichen Gebrauch vermute ich, dass die Verwertungs- und Aufführungsrechte an der Musik über die Gema-Gebühren des Clubs, der Bar, der Discothek geregelt werden.

    Schließlich steht auch auf jeder CD „Unauthorized copying, public performance, broadcasting, hiring or rental of this recording prohibited.“Und trotzdem stellte niemand in Frage, ob du eine Original-CD oder Vinyl bei einer Party als gewerblicher DJ spielen darfst.

    Tolle Anregung zu dem Thema. Vielen Dank dafür,DJ Rewerb

  3. Hallo,

    ich habe seit 1982 bis 2012 aufgelegt und ich wäre froh gewesen, ich hätte diese Resourcen damals gehabt. Nein, stattdessen mußte man sich in speziellen DJ Läden rumdrücken und das alles für Preise zwischen 15 und 25 DM pro Vinyl versteht sich – vom Trageaufwand in die Clubs mal ganz zu schweigen. Übrigens: früher besaßen die Clubs sogar eigene Vinylbestände – man brauchte zum überwiegenden Teil nur seine eigenen speziellen Version oder Importe mitzubringen – heute unvorstellbar. Die Hauptfiliale des Saturns in Köln hatte damals auch schon eine Abteilung dafür, aber anfänglich ohne die Möglichkeit vorzuhöhren – da waren 300 DM schnell ausgegeben und 150 konnte man dann getrost dem Müll überlassen. Das waren die 80er bis Mitte der 90er.

  4. Heute bin ich fast 50 und höre immer noch House, Hardcore usw. Kanzler, Pappenheimer aber auch Knuckles. Hätte ich diese Möglichkeiten damals gehabt hätte ich den Beruf damals ergriffen. So werde ich als 65jähriger als Hardcore DJ aufteten. ich gehe ja auch seit 25 Jahren auf die Streetparade und arbeite seit 3 Jahren dort 🙂

  5. Hallo DeKo, hallo Mark,

    sicher bin ich mir nicht, ob die heutigen Möglichkeiten ein Segen sind.

    In den 80ern und 90ern beschränkte dein Budget die Musikauswahl. Wir waren gezwungen, uns für die eine Import-Maxi zu entscheiden oder zwei normale Maxis zu kaufen.

    Ist es nicht eher ein Fluch, dass du jetzt 14 Tracks für das gleiche Geld bekommst. Wo hast du die Möglichkeit 14 Mal mehr Musik zu spielen? Also wandern nur noch mehr Lieder ungespielt auf den Müll.

    Als Azubi habe ich jede Woche über 100 D-Mark für CDs ausgegeben. Und ich kann mich auch noch an die Zeit erinnern, als wir Resident-DJs auch CDs und Sampler für den Club gekauft haben.

  6. Hallo DJrewerb, ich möchte auf diversen Veranstaltungen Musik auflegen und beschäftige mich gerade damit, woher ich die Tracks möglichst günstig bekomme. Dabei bin ich z.b. bei Amazon über das Verbot der gewerblichen Nutzung gestolpert. Hast du dazu etwas in Erfahrung bringen können?

  7. Hallo Frank,

    bei welchen Veranstaltungen legst du auf? Ich frage deshalb, weil Musik bei Geburtstagen und Hochzeiten nicht als „öffentliche Aufführung“ gelten.

    Teilweise habe ich auch schon Musik zum Auflegen bei Amazon gekauft.

    Auch auf jeder CD findest du einen Hinweis, dass diese CD nicht öffentlich aufgeführt werden darf. Für iTunes und Traxsource habe ich, im Kommentar weiter oben, etwas dazu geschrieben.

    Ich glaube, das ist der rechtliche Hinweis, die Musik zusätzlich für die öffentliche Aufführung lizenzieren zu müssen.

    Dazu schließt du am besten einen Vertrag mit der Gema ab. Den Tarif VR-Ö kannst du als DJ mit einer Pauschale über 500 Lieder pro Jahr abschließen.

    Zusätzlich bezahlen die Veranstaltungsorte eine Gema-Gebühr, dafür dass sie dort Musik spielen dürfen.

    Viel Spaß beim Musik-Shoppen,Thorsten

  8. Die Idee da ganze Vinyl Sammlungen aufzukaufen hatte ich auch schon. Naja die sind dann nat. auch in unterschiedlichsten Zuständen. Ich habe nichtmal einen Vinyldreher. Ich würde die nur in gescheiter Quali digitalisieren und dann bloss wieder loswerden. Das hier wäre der amtliche „Plattenspieler“. https://de.wikipedia.org/wiki/Laserplattenspieler#/media/File:Elp-rme-02.jpg Mit Laserabtastung wird die Rille an den Stellen abgetastet, die nicht von früherer Nadelabtastung abgewetzt wurden. Das Gerät hat dann nat. auch einen „amtlichen“ Preis irwas so um 10.000. Da müsste man das Digitalisieren gewerblich betreiben.

  9. Hallo Thorsten,

    danke für den sehr hilfreichen Artikel und die Beschreibung der einzelnen Online-Stores. Obwohl du gut recherchiert hast hätte ausschließlich für deinen Glossar ein paar Anmerkungen da ich selbst Audio Codecs mitentwickelt habe (AAC). VBR ist (falls in „lossy“ Formaten angeboten) immer besser als CBR (ganz egal welcher file container oder welches format/codec benutzt wird). VBR ist besonders gut bei AAC und nicht nur MP3 vorbehalten. Außerdem gibt es bei MP3 320kbps kein VBR – da 320k die höchste bitrate bei MP3 ist und man damit nicht auf den Durchschnittswert 320 käme wenn man variiert (ich nehme deswegen an dass Amazon 320k CBR anbietet). Darüber hinaus ist AAC eine Weiterentwicklung und dem Format MP3 etliche Jahre voraus (MP3-1992, AAC MPEG4-HE 2002) und deswegen auch qualitativ sehr viel besser. AAC ist aber nicht unbedingt kleiner weil die Bitrate weitestgehend die Dateigröße bestimmt (Ausnahme – das zum Auflegen oder archivieren ungeeignete Format AAC mit SBR – Spectral Band Replication). AAC ist aber sehr wohl kleiner bei etwa gleicher Qualität. Unter der Annahme, dass 192k MP3 (VBR) etwa CD Qualität entspricht, entspricht 112k AAC auch etwa CD Qualität und ist deswegen kleiner. Nach meiner Meinung erreicht MP3 allerdings nie CD Qualität während AAC dies (für das menschliche Ohr) schon sehr früh erreicht und sogar besser codiert werden könnte wenn die Quelle besser als CD wäre. Zu guter Letzt sei gesagt dass M4A=AAC ist – AAC ist der Codec bzw der komprimierte track der in den file container M4A (MPEG-4 für Audio) reingepackt wird. M4A nennt man das Ganze um von der Endung MP4 zu unterscheiden weil MP4 und M4A den gleichen Container benutzen dieser aber auch Video unterstützt).

  10. [quote name=“NOCO“]Die Idee da ganze Vinyl Sammlungen aufzukaufen hatte ich auch schon. … Das Gerät hat dann nat. auch einen „amtlichen“ Preis irwas so um 10.000. Da müsste man das Digitalisieren gewerblich betreiben.[/quote]Hallo Noco,

    alternativ könntest du CD-Sammlungen aufkaufen. Denn CDs lassen sich viel leichter rippen und anschließend taggen. So habe ich das schon mit ein paar Sammlungen gemacht.

    Einzelne Maxi-CDs kaufe ich häufig bei Amazon von Gebrauchtwarenhändlern. Die CDs werden für ein paar Cent verramscht. Und selbst mit 3 Euro Porto aus England kosten Raritäten nur maximal 5 bis 6 Euro.

    Oder du kaufst du Lieder gleich digital bei iTunes.

    Für umgerechnet 10.000 Euro bekommst du genug Musik, um jeden Musikgeschmack bedienen zu können.Da lohnt sich keine Laserabtastung 😉

  11. [quote name=“Maenkaind“]… VBR ist besonders gut bei AAC und nicht nur MP3 vorbehalten. Außerdem gibt es bei MP3 320kbps kein VBR – da 320k die höchste bitrate bei MP3 ist und man damit nicht auf den Durchschnittswert 320 käme wenn man variiert (ich nehme deswegen an dass Amazon 320k CBR anbietet) …[/quote]Hallo Maenkaind,

    danke für deine ausführliche Beschreibung. Das muss ich noch ein paar Mal auf mich wirken lassen.

    Amazon bietet bestimmt VBR-Dateien an, weil das meine Mixing-Software immer aus dem Tritt bringt.

    Hier erklärt Amazon, dass sie meistens 256 Kilobits pro Sekunde mit variablen Bitraten verwenden:https://www.amazon.de/gp/help/customer/display.html?nodeId=201379550

    In diesem Artikel habe ich die Angaben korrigiert; vielen Dank für deinen Hinweis.

    Beim Auflegen interessiert mich die Dateigröße nicht mehr besonders, weil die USB-Sticks selbst für WAV-Dateien groß genug sind. Von einigen DJs habe ich schon gehört, dass sie nur noch FLAC, AIFF oder WAV verwenden.

    Ganz anders sieht das bei meinen Podcasts aus. Hier zählen die Dateigröße und Spielbarkeit.

    AAC ist bestimmt das modernere Format, bei kleineren Dateien. Das hilft mir jedoch nichts, wenn ich nicht sicher sein kann, dass jede Podcast-App und jedes Smartphone mit unterschiedlichen Browsern die Podcasts abspielen kann. Deshalb komme ich nicht am MP3-Format vorbei:

    – für Houseschuh als Musikpodcast verwende ich 192k MP3 CBR– für Hochzeits-DJ-Akademie als Sprachpodcast verwende ich 160k MP3 CBR

  12. Diverse Labels aus der Houseszene bringen Ihre Sounds auch an den Start… als Beispiel seit kurzem http://www.clubunite.de oder Housegrößen wie vegarecords.net (Link zur Wayback Machine, weil Seite nicht mehr verfügbar ist)…nur so als Randbemerkung.

  13. Hallo,
    das hier drin ist zwar schon alles etwas älter, aber für mich immer noch aktuell. Vielleicht kann mir ja einer zu meiner aktuellen Frage etwas weiterhelfen:
    Ich bin seit ca. 15 Jahren aus dem aktivem DJ-Geschäft raus und lege nur noch privat im Partykeller auf. Neulich wurde ich aber gefragt ob ich gerne auf einem Fest der Landjugend Musik machen könnte. Da sollte natürlich viel aus den Charts laufen, mein Musik-Bestand ist aber seit 15 Jahren eingestaubt. Natürlich habe ich noch sehr viele CDs und könnte die Jahre 1995 bis 2005 bedienen, würde da aber die Erwartungen der Gäste wahrscheinlich nicht erfüllen 😉
    Ich habe natürlich in den letzten Jahren für mich privat kostenlose downloads getätigt mit denen ich alles abdecken könnte.
    Natürlich könnte ich auch ein Abo abschließen um diese downloads zu legalisieren, ich stelle mir aber die Frage ob ich das muss, denn eigentlich wäre der Auftritt zwar öffentlich, aber streng genommen nicht gewerblich, da ich das „ehrenamtlich“ tue, also ich werde dafür nicht bezahlt und die Landjugend kümmert sich um die GEMA-Gebühren.
    Dürfte ich in diesem Fall die heruntergeladene Musik abspielen? Oder müsste ich ein Spotify-Abo oder ähnliches abschließen? Oder müsste ich die ganzen Titel fix kaufen?
    Vielen Dank schonmal 🙂